Regenbogenhaus Graz - Kindergarten und Schule

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Sekundaria

Gemeinsam lernen macht Spaß!

„Gemeinsam lernen macht Spaß!“

In der außerordentlichen Generalversammlung am 1. Juli 2013 wurde beschlossen, das Regenbogenhaus ab Herbst 2013 in Form der Sekundaria bis zur neunten Schulstufe (Erfüllung der Schulpflicht) zu führen.

  • Am Ende der vier Jahre Sekundaria ist der Lehrplan der 8. Schulstufe der Regelschule erreicht.
  • Durch das Öffentlichkeitsrecht sind keine Externistenprüfungen notwendig.

Bericht: Die SEKUs im RegenBogenHaus – ein Projekt, das vorerst  vier Jahre dauerte

Gleich am Anfang meines Berichtes über die SEKU im RBHaus danke ich folgenden Vorstandsmitgliedern: Martin Kausal, Birgit Niederl, Sandra Hungerländer-Kropf, Corina Skergeth und Toni Baumann. Ihr habt  auf meinen Antrag hin im Frühling 2017 entschieden, dass die vier SEKUs, Jan und Jakob, Yasmin und Fabiana noch ein weiteres Jahr im RBHaus gemeinsam lernen dürfen. Jan und Yasmin konnten somit im Rahmen des Glockseelehrplanes, mit dem die Regenbogenschule das Öffentlichkeitsrecht für die 1. bis 9. Schulstufe hat,  ihre Schulpflicht erfüllen. 

DAseinSpädagogik: Als Michaela und Walter Holzer an die Tür des Regenbogenhauses klopften, war gerade Weihnachten 2014. Ich sagte ja, ich verschließe die Tür nicht, ich nehme euch auf.  Davor ist den Eltern aufgefallen, dass die beiden in verschiedenen Volksschulen in der Oststeiermark schulisch nicht weiterkamen und vor allem immer weniger lachten. Sie wurden mutlos, unglücklich und ängstlich. Die Eltern wurden immer verzweifelter. Kindergartenzeit, Volksschulzeit waren verstrichen. Als die Ältere im Herbst 2014 in die NMS Graz-St. Johann in die 5. Schulstufe wechselte, war die Katastrophe da. Michaela und Walter entschieden sich, Alternativschulen aufzusuchen. Die wenigen, die es in der Steiermark gibt, lehnten alle ab. 

Yasmin und Fabiana Holzer (Yasi bis zu ihrem  siebenten Lebensjahr Yasmin Dos Santos und Fabi bis zu ihrem fünften Lebensjahr Fabiana  Dos Santos) lernte ich als SEKUKinder kennen. Es war nicht die Aufnahme eines Babys wie damals bei Jesus aus Nazareth, sondern es waren zwei große schon ältere SchülerInnen, die sich in die Regenbogenschule einschrieben.  Ab Jänner 2015 kamen sie zuerst nur für einige Stunden. Sie fassten Vertrauen in das „andere Lernen“ des RBHauses und waren immer mehr Stunden anwesend. 

Hier konnten die beiden  dreieinhalb Jahre lernen und wieder Mut fassen. Sie erlebten,  dass Lernen nicht nur Spaß macht, sondern den Lernenden auch weiter bringt. Vor allem die Angst vor schlechten Noten mussten sie bei uns nicht haben. Und  ich erkenne dankbar, dass ich sehr viel in den Jahren der Begleitung dieser Jugendlichen über die  RBHaus-Gemeinschaft als Gesamtes dazugelernt habe.

Zuerst halfen mir noch viele aus dem Team. Dann wurden die Herausforderungen komplexer. Letztendlich blieben  außer den Adoptiveltern der beiden noch eine Freundin der beiden, Lanita Walter für Englisch, Toni Baumann für Mathe und Daniela Hödl-Lippitsch für die wöchentliche Werkstunde (gemeinsam mit den drei Viertklassmädchen) übrig. An dieser Stelle ein „Danke“ an euch drei für das lange Durchhaltevermögen. 

Im Laufe der Jahre musste ich für die beiden schon alten Mädchen Methoden entwickeln, die zum Verstehen des Volksschulgrundstoffes -  wie Freude am Begreifen             der Rechenoperationen, Kassaspiele, Brettspiele, Freude am Laborspiel, Freude am Selber Kochen-und Backen, Freude an Bewegung und am Theaterspiel u. v. mehr - beitrugen. Ich dachte, danach den Lehrplan der nächsten Schulstufen aufsetzen zu können. Dies  gelang bei den Mädchen über Teilstrecken, bei den Burschen ausreichend.  Einer der Gründe war sicher der, dass sich seit dem Kommen der brasilianischen Jugendlichen kein weiterer Elternteil der Regenbogenhausgemeinschaft dazu entschieden hat, ihr Kind in diese SEKUim RBHaus einzuschreiben. Als Alternative wählten die Eltern der AbgängerInnen der letzten Jahre die Modellschule, das KLEX, das BRGKirchengasse, die NeueMittelSchule Ferdinandeum mit dem Schwerpunkt Musik und die SEKUndaria der Knallerbse. Somit kamen keine jüngeren Kinder als LernpartnerInnen für Yasmin und Fabiana dazu. Das mussten wir jedes Jahr neu akzeptieren. 

Ich finde, wir alle  haben das Beste aus der Situation gemacht.  Zusätzlich bin ich sicher, dass jeder/jede für sich seinen/ihren Weg finden wird. Speziell bei diesen Kindern-Jugendlichen durften wir miterleben: Jedes Jahr „anders Lernen“ wie es die  DAseinSpädagogik anbietet, ist ein gewonnenes Jahr, egal in welchem Alter!

Solongdoris und
„Danke“ für die Zeit
,
Doris Baumann-Rudlof

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